


Interview mit Leonie Biesen, Sustainability Lead bei CWS Workwear
Die Modernisierung unserer Großwäscherei in Trossingen ist ein zentraler Baustein in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. In der renovierten Wäscherei reduzieren wir den Energie- und Wasserverbrauch mit innovativen Technologien drastisch und schonen gleichzeitig die Textilien, was ihre Lebensdauer verlängert – ein Schlüssel zu unserem zirkulären Geschäftsmodell. Unser Ziel ist es, Arbeitskleidung möglichst lange im Einsatz zu halten, um Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren und Emissionen zu senken. Mit der neuen Waschstraße, der Dosieranlage und dem Niedrigtemperatur-Finisher haben wir in Trossingen die ideale Infrastruktur geschaffen, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und endliche Ressource optimal einzusetzen.
Unser Geschäftsmodell „Workwear as a Service“ basiert darauf, dass wir unseren Kunden nicht nur Arbeitskleidung zur Verfügung stellen, sondern uns auch um deren Pflege, Reparatur und Recycling kümmern. In der renovierten Wäscherei in Trossingen wird der Großteil dieser Services umgesetzt. Durch den Einsatz moderner Wasch- und Falttechnologien, können wir effizienter arbeiten und gleichzeitig umweltfreundlicher agieren. Hier wird unsere Vision der Kreislaufwirtschaft zur Realität: Textilien werden so lange wie möglich und über den gesamten Lebenszyklus hinweg genutzt, gepflegt, repariert und am Ende recycelt oder in neue Produkte integriert. Das spart Rohstoffe, verringert Abfall und reduziert den CO2-Fußabdruck erheblich.
Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis 2030 wollen wir unsere CO2-Emissionen um bis zu 50% reduzieren. Dafür investieren wir kontinuierlich in Innovationen, wie zum Beispiel in die Optimierung unserer Waschstraßen, die bis zu 30% weniger Wasser verbrauchen. Außerdem erweitern wir unsere Recycling- und Rücknahmesysteme, um den Kreislauf noch stärker zu schließen. In den kommenden Jahren planen werden wir strategische Partnerschaften, um nachhaltige Materialien zu fördern, unsere Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu optimieren und schlussendlich den Kreislauf zu schließen.
Nachhaltigkeit und Innovation sind für uns untrennbar miteinander verbunden. In unserem Innovation Lab, welches von meiner Kollegin Stefanie Leibold geleitet wird, testen wir auch regelmäßig Materialien und Technologien, damit unsere Arbeitskleidung noch langlebiger und umweltfreundlicher wird. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass unsere Arbeitskleidung nicht nur nachhaltig, sondern auch modern und stylisch ist. Dabei setzen wir nicht auf Kompromisse: Unsere Designs müssen sowohl modisch als auch funktional überzeugen. Das ist unser Anspruch. Deswegen gehen Style, Schutz und Komfort bei unseren Designs stets Hand in Hand. Wir testen Materialien, die robust und recycelbar sind, sowie optimierte Produktionsprozesse. Unser Anspruch ist, dass unsere Arbeitskleidung für verschiedene Branchen geeignet ist, dabei höchste Umweltstandards erfüllt und Sicherheit bietet.
Wir legen großen Wert darauf, den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks zu analysieren. Life-Cycle-Assessments (LCA) sind für uns ein zentraler Baustein, um die ökologischen Auswirkungen unserer Produkte zu bewerten – vom Rohstoff bis zum Recycling. Dafür treffen wir bereits Maßnahmen und möchten unseren Kunden diesen Service im kommenden Jahr zu Verfügung stellen. Außerdem haben wir in diesem Jahr unseren Emissions-Rechner ins Leben gerufen. Der Rechner ist ein wichtiges Tool, um unseren Kunden die ökologischen Vorteile unseres Service-Modells transparent aufzuzeigen. Mit diesem Rechner können Unternehmen den Ressourcenverbrauch, wie Wasser- und Energieeinsparungen, im Vergleich zu herkömmlichen Waschmethoden nachvollziehen. Das schafft nicht nur Transparenz, sondern auch Vertrauen. Viele unserer Kunden möchten ihren eigenen CO2-Fußabdruck reduzieren, und wir können sie dabei mit genauen Daten unterstützen - etwa durch die Integration von CO2-Einsprarungen in ihre eigene Berichterstattung. Der Emissions-Rechner ist auf unserer Website verfügbar und kostenlos.
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Bis 2030 wollen wir unsere CO2-Emissionen um bis zu 50% reduzieren.
Leonie Biesen, Sustainability Lead CWS Workwear
Interview mit Oliver Mäske, Chief Operating Officer bei CWS Workwear
Die Wäscherei in Trossingen ist mehr als nur ein Wäschereistandort – sie ist zentrales Element unserer europaweiten Lieferkette. Sie versorgt täglich tausende Kunden in Südwestdeutschland und ist somit ein wichtiger Knotenpunkt in unserem Netzwerk. Mit der umfangreichen Modernisierung, zu der unter anderem eine neue Waschstraße und Dosieranlage gehören, können wir die Effizienz und Nachhaltigkeit unserer operativen Abläufe deutlich steigern. Dies erlaubt uns, größere Waschvolumina zu bewältigen und gleichzeitig den Energie- und Wasserverbrauch zu senken. Das ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Die Investition von 5 Millionen Euro in die Renovierung ist nicht nur eine Verbesserung der Kapazitäten, sondern ein starkes Signal für unser Engagement, Prozesse nachhaltig und fortschrittlich zu gestalten. Das verdeutlichen wir auch mit unserer Absicht weitere zwei Millionen Euro bis 2026 in Trossingen zu investieren.
Mit den neuen Technologien in Trossingen können wir die Lieferkette noch effizienter und ressourcenschonender gestalten. Beispielsweise ermöglicht die neue Dosieranlage eine präzise Steuerung des Waschmittelverbrauchs, was nicht nur die Umwelt, sondern auch die Textilien schont. Auch die neu installierte Waschstraße in unserem Werk 1 trägt zur Effizienz bei, indem sie bis zu 30% weniger Wasser verbraucht. Der energieeffiziente Niedrigtemperatur-Finisher ist ebenfalls ein wichtiger Baustein, der den Energieverbrauch reduziert und gleichzeitig die Lebensdauer der Arbeitskleidung verlängert. Diese Innovationen zahlen direkt auf unseren Kreislaufwirtschaftsansatz ein, da sie den Ressourcenaufwand minimieren.
Die Kreislaufwirtschaft ist das Fundament unseres Geschäftsmodells „Workwear as a Service“. Wir stellen sicher, dass die Arbeitskleidung über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg nachhaltig behandelt wird. Unsere Prozesse – von der Auswahl der Materialien über die Reinigung und Reparatur bis hin zum Recycling – sind darauf ausgerichtet, Textilien so lange wie möglich im Umlauf zu halten. In Trossingen setzen wir auf Technologien, die diesen Kreislauf fördern und die Langlebigkeit der Kleidung erhöhen. Und wenn ein Kleidungsstück das Ende seines Lebenszyklus erreicht, wird es fachgerecht recycelt oder in neue Produkte überführt. Hier sind wir besonders stolz auf unsere langjährigen Kooperationen, auch mit Upcycling-Designern.
Wir planen, unsere Investitionen in die Nachhaltigkeit unserer Lieferketten fortzusetzen. Dazu gehört der Ausbau unserer Wäschereien mit noch effizienteren Technologien und die Einführung innovativer IT-Systeme, die uns helfen, unsere Logistikprozesse weiter zu optimieren. Darüber hinaus arbeiten wir daran, unsere Rücknahmesysteme für gebrauchte Arbeitskleidung auszubauen, um den Materialkreislauf noch enger zu schließen. Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt, was die Reduktion von CO2-Emissionen und die Ressourcenschonung betrifft, und sind überzeugt, dass wir durch unsere Investitionen und Innovationsbereitschaft langfristig nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch erfolgreich sein werden. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem kürzlich veröffentlichten Responsibility Report 2023/24.

Die Wäscherei in Trossingen ist mehr als nur ein Wäschereistandort – sie ist zentrales Element unserer europaweiten Lieferkette.
Oliver Mäske, Chief Operating Officer bei CWS Workwear